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Das Meta-Modell der Sprache im NLP 2. Teil

In der vergangenen Lektion haben wir uns bereits mit dem Meta-Modell beschäftigt. Allerdings sind die Fragetechniken in diesem Modell so umfangreich, dass es für einen umfassenden Überblick fast unumgänglich ist, weitere Sprachmuster vorzustellen. Die Sprache ist ein Modell. Das Meta-Modell des NLP ist ein Modell über Sprache, ein Modell, wie Menschen auf eine unbewusste Art Sprach-Modelle entwerfen. Das Meta-Modell des NLP basiert auf der Annahme, dass es drei Ebenen gibt, die miteinander in Wechselwirkung stehen: (1) eine vorsprachliche Ebene der Erfahrung, (2) eine Tiefen-Struktur der Sprache und (3) eine Oberflächen-Struktur der Sprache.
Die Ebene der Erfahrung hat mit der vorsprachlichen Ebene der Repräsentations- Systeme zu tun, die Tiefen-Struktur der Sprache drückt eine Sprache aus, die so nahe als möglich an der ursprünglichen Erfahrung ist.
Im Alltag verwenden wir demgegenüber die Oberflächen-Struktur: eine Sprache, die sich oftmals weit vom ursprünglichen Erleben entfernt hat.

Formuliere (wie Sie es bereits in der letzten Lektion getan haben) für die folgenden Muster Ihre eigene Frage und denke Sie sich drei weitere Beispiele für den jeweiligen Typ aus.

1) Ursache-Wirkung:

Dabei werden zwei Dinge so in Zusammenhang gesetzt, dass man meint, dass eine sei die Ursache des anderen.

Beispielsatz: “Deine Abwesenheit macht mich ganz krank.”

Frage: “Wie genau bewirkt meine Abwesenheit, dass Du krank wirst?”

Trainingssätze:
“Die Videokamera schüchtert mich sehr ein.”
“Deine Blicke töten mich!”
“Ihr Lob treibt mir die Freudentränen in die Augen.”

2) Vorannahmen:

Damit der Satz einen Sinn ergibt, muss man eine nebenbei gemachte Aussage anerkennen.

Beispielsatz: “Liebst Du mich denn nicht mehr?”
Vorannahme: Er hat sie vorher geliebt.

Frage: “Woher weißt Du, dass ich Dich jemals geliebt habe?” oder “Wie kommst Du darauf, dass ....?”

Trainingssätze:
“Passt es Ihnen besser um 3.00 oder um 4.00 Uhr?”,
“Hast Du Dich wieder beruhigt?”
“Heute siehst Du ganz o. k. aus.”

3) Gedankenlesen:

Vorschnelle Interpretationen und ins Blaue gesagte Vermutungen können manchmal ganz schön nervend sein. Hinterfrage sie einfach!

Beispielsatz: “Du bist nicht glücklich, ich weiß es einfach!”

Frage: “Woher glaubst Du zu wissen, dass ich nicht glücklich bin?”

Trainingssätze:
“Du bist nicht sicher, was Du als nächstes machen sollst.”
“Du überlegst Dir, ob Du mich küssen sollst oder nicht.”
“Alles klar, jetzt bist Du wieder eingeschnappt.”

4) Verlorener Performativ:

Dabei ist der Urheber bzw. die ausführende Person verloren gegangen.

Beispielsatz: “Das tut man einfach nicht!”

Frage: “Wer ist man?” oder “Wer hat das gesagt?”

Trainingssätze:
“Vor denen muss man sich in Acht nehmen.”
“Man darf nicht zuviel riskieren.”
“Man sollte sich lieber mit wenig im Leben begnügen.”



  
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